Schwimmen wie ein Delfin oder Bowies Butler – szenische Lesung trifft Song

in der RedRockBar Oberammergau

30. Jan. 2019, 20:00 Uhr, Eintritt 10 Euro, incl. 1 Getränk

Alex in den Bergen, mal oberhalb, mal unterhalb der Baumgrenze. Aber immer orientierungslos und auf der Suche. Wonach sie sucht, weiß sie nicht, bis sie selbst gefunden wird. Der Musiker David Bowie findet sie in der Nähe seines Hauses, wo sie in ihrem Auto übernachtet. Hieraus entspinnt sich ein berufliches Verhältnis und eine tiefe persönliche und menschliche Beziehung, die in einer gemeinsamen künstlerischen Zukunft endet. Biografie Bowies und Fiktion vereinigen sich in einen Trip, der dem Leser erlaubt, Anteil zu nehmen an einer der größten künstlerischen Persönlichkeiten der Rock-Pop-Geschichte.

Autorin Anja Liedtke liest im Dialog mit Bernd Mühlstraßer aus ihrem Roman „Schwimmen wie ein Delfin oder Bowies Butler“. Der Roman ist nicht nur etwas für Bowie-Fans, sondern auch für Identitätsspieler, Liebhaber der Postmoderne und Freunde der Popkultur.

Das Buch erschien zur Erinnerung an den ersten Todestag des Briten. Liedtkes vierter Roman erzählt die Begegnung von Alex, der Identität Suchenden, mit dem Musiker und Sänger, der mit Identitäten spielt. Aus der Begegnung geht ein Musical hervor, das die Dystopie des Diamond-Dogs-Albums in die Utopie einer sozialen und ökologischen Gesellschaft weiterentwickelt. Von Hunger City zu Solar City.

Sänger und Gitarrist Louis Gabler begleitet diese literarisch-musikalische Begegnung mit Bowie-Songs.

Portrait – quer Jazzmusiker

Bernd Mühlstraßer, in dessen RedRockBar die Lesung stattfindet, übernimmt an diesem Abend die Bowie-Textpassagen.

Veranstalter und Anmeldungen unter: Sporthaus Mühlstrasser

Kreislainenweg
82487 Oberammergau

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Februar 2019

Stipendium des Tschechischen Literaturzentrums,  des Goethe-Instituts Tschechien und des Bildungs- und Kulturzentrums Kloster Broumov im Literaturhaus des Klosters Broumov für ein Projekt zum Residenzthema „Vor der Grenze, hinter der Grenze“.

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23. März 2019, 19:30 Uhr

Blumenwiesen und Minenfelder

An den Hängen hinauf steigen kilometerlange durch Trockenmauern gestützte Terrassen. Über Generationen haben Bauern ihre schmalen Äcker von Steinen befreit und mit ihnen Ebenen gebaut. Sie geben den Olivenbäumen flachen Grund, von dem das Wasser nicht abfließen kann. Die Erde unter den Oliven ist morastig rot. Am Ende der Regenzeit wird sie gepflügt. Über die Furchen wächst Klee. Zwischen den gelben Blüten stehen rote Anemonen und wilde lila Alpenveilchen. Vom Regen nass und schwer, sodass sie sich kaum am Baum über der dunklen, zerklüfteten Rinde halten können, hängen zarte weiße Mandelblüten mit rosafarbener Mitte. Sie sind die ersten Fruchtbäume seit den winterlichen Orangen und Zitronen. Schon bald lassen sich die grünen Mandeln pflücken, in Salz tauchen und essen, wem ihr Flaum nicht unangenehm im Mund ist. Nach ihnen blühen und tragen Pflaumen, Bananen, der Wein im Golan und die Datteln, deren Fleisch die Kibbuzniks dicht unter den Palmblättern in Säcke packen, damit die Vögel nicht herangelangen. Die letzten Früchte des Jahres werden die Paradiesäpfel sein. Ich übersehe sie so lange zwischen den Ästen und Blättern, bis sich die Grünlinge verschämt verfärben und rot anlaufen. Dann werden Klee, Senf, wilder Hafer, Veilchen und Anemonen vertrocknet, ja verbrannt auf der Erde liegen. Nur noch die wie mit spitzen Morgensternen bewaffneten lila Disteln werden aus dem versengten duftigen Heu und Stroh herausragen. Auch der gelbe Ginster wird sich gebeugt haben und nichts Zartes wird mehr sein, nur die Dornen, für die das biblische Land bekannt ist.“

Der Wald von Jerusalem, die Golanhöhen, das Tote Meer, das Rote Meer und die Wüste. In ihrer freien Zeit bereist und durchwandert Anja Liedtke die Landschaften Israels.

Die Autorin arbeitet 2011 als Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Jerusalem. Am Ende staunt sie über ein Land, dessen Natur wir aus den Medien kaum kennen.

Anja Liedtke liest aus: „Blumenwiesen und Minenfelder. Reiseerzählungen aus Israel.“

Kunstwerkstatt am Hellweg

Wattenscheider Hellweg 9, 44869 Bochum

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15. Juni 2019, 19:00 Uhr

Demokratie in alle Himmelsrichtungen

im Rahmen der 2. BoBiennale

eine Kooperation von Blue Square und VHS-Bochum.

Scheherezade im Winterland
Safeta Obhodjas stammt aus dem ehem. Jugoslawien. Sie wuchs in einer Zeit auf, in der die dort lebenden Völker glaubten, ihren demokratischen Weg im Sozialismus gefunden zu haben. Die Autorin war Zeitzeugin der Diskrepanz zwischen Ideologie und Realität. Ihre slawische Herkunft und ihre muslimischen Wurzeln brachten sie in ein doppeltes Dilemma der Zugehörigkeit. Die Suche nach der eigenen Identität in einer ideologisierten Umgebung thematisiert sie in ihrem Roman „Scheherezade im Winterland“. Das Buch wirft aktuelle Fragen „in alle Himmelsrichtungen“ auf.

Stern über Europa
Anja Liedtke skizziert eine Utopie der wahren Demokratie. Im Roman „Stern über Europa“ sucht die junge Journalistin Hanna Kiel nach einer sozialen, ökologischen und ökonomisch nachhaltigen Lösung der aktuellen Weltwirtschaftskrise. Inmitten einer gespaltenen Gesellschaft irrt sie zwischen Wahrheits- und Heimatsuche, zwischen Sicherheitsbedürfnis und Abenteuerlust. Bis der über 90 Jahre alte Anarchist und Spanienkämpfer Georgio Aventura ihr den Weg in eine menschenwürdige Zukunft zeigt. Sotschi wird zum Austragungsort des Wettlaufs zwischen globalen Spielern und Menschen aller Länder, die um ihre Würde und Gesundheit kämpfen.

Blue Square, Kortumstr. 90
Kortumstr. 90
44787 Bochum

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23. Juni 2019

Schwimmen wie ein Delfin oder Bowies Butler – Szenische Lesung trifft Song

beim Westfälischen Literatursommer 2019

in der Rohrmeisterei Schwerte

Guitar and Vocals: Ray Paradise, The Voice of David Bowie: Frank Schorneck, Bowies Butler gesprochen von Anja Liedtke

Ruhrstraße 20, 58239 Schwerte

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15. November 2019, 19:30 Uhr

„Blumenwiesen und Minenfelder. Reiseerzählungen aus Israel“ und das Odessa-Projekt anlässlich der Anne-Frank-Kulturwochen des Kulturrats Bochum.

Lothringer Str. 36 c, 44805 Bochum