12. Dezember 2022, 18:00 Uhr

Katernberg liest. Mit Anja Liedtke und Angelika Zöllner

Auf dem Weg – Menschen begegnen sich

Angelika Zöllner

Menschliche Begegnung zwischen Kulturen kann nur von unten beginnen. Wir können nicht warten, wann Politiker eine Verständigung hinbekommen.

Die Geschichte, ‚Istanbul, ein Karussell‘, hat viele Facetten. Vor allem aber erzählt sie von einem türkischen Karussellbetreiber, der einmal ein Studium begonnen hat, hatte, dann aber auf seine Weise glücklich geworden ist. Schon immer hat er sich wenig um das geschert, was opportun war. So heiratete er eine Griechin, obwohl sich beide Familien auf den Kopf stellten.

Einem jüngeren Griechen aus Athen möchte er im Gespräch Mut machen, aus dem Alltagskarussell auszusteigen, das uns manchmal wie magisch festhält, um sich seinen Weg in die Zukunft nicht zu verbauen.

Über die Autorin:

Angelika Zöllner ist in Wiesbaden geboren, war Sozialarbeiterin (Bewährungshilfe), hat fünf angenommene Kinder großgezogen. Sie schreibt Lyrik, Prosa, Kinderbücher und Romane.

Sie hat ein slowakisches Theaterstück übersetzt und diverse Preise und Stipendien erhalten (mehrfach in Griechenland und einmal in der Slowakei). 

Publikationen finden sich in Anthologien, Literaturzeitschriften, Zeitungen, Rundfunk im In- und Ausland.

2017-19 war sie stellvertretende Bezirkssprecherin des VS Wuppertal-Bergisches Land.

Sie liest aus: Zöllner, Angelika: Wie steig ich aus dem Karussell – Von den Geschichten der kleinen Leute. ISBN 978-3-936103-80-9.

Anja Liedtke

liest aus ihrem utopischen Roman „Stern über Europa“.

Jens und Hanna, zwei Journalisten aus Essen, werden von ihrer Heimatredaktion entsandt, Beispiele für eine sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Lösung der aktuellen Weltwirtschaftskrise zu recherchieren.
Sie suchen nicht nur aktuelle Lösungsansätze, sondern auch historische, von denen für die Gegenwart zu lernen ist. So wollen sie den uralten Spanienkämpfer Pablo Aventura interviewen, der sich im Hohen Atlas zurückgezogen hat. Er soll über die kurze Zeit berichten, in der die spanischen Syndikalisten – die Gewerkschaftsbewegung der Theoretischen Anarchisten – eine soziale, demokratische und ökologisch nachhaltige Gesellschaft geschaffen hatten. Doch Aventura zu finden ist schwer. Ein Erdbeben verhindert Jens‘ und Hannas Fahrt von Agadir in den Hohen Atlas.

Über die Autorin:

Dr. Anja Liedtke (Jg. 1966) wohnt in Bochum. 1993 promovierte sie mit einer linguistischen Dissertation Zur Sprache der Berichterstattung in den Kriegen am Golf und in Jugoslawien.

1996 wurde ihr für die Reiseerzählung China through my eyes der Bettina-von-Arnim-Literaturpreis verliehen. Es folgten fünf Romane: Grün Gelb Rot. Ein Heimatroman (2000), Stern über Europa (2012), Reise durch amerikanische Betten (2013), Schwimmen wie ein Delfin oder Bowies Butler (2017) und Ein Ich zu viel (2020). Während eines halbjährigen Aufenthalts in Jerusalem schrieb sie Blumenwiesen und Minenfelder. Reiseerzählungen aus Israel (2014). In Kooperation mit Meir Schwarz entstand So sagt man halt bei uns. Kleines jüdischdeutsches Wörterbuch (2012) und mit Nathanael Ullmann das Theaterstück FracKing (2016).

2018 war sie Stipendiatin im Stuttgarter Schriftstellerhaus, 2019 Stipendiatin des Goethe-Instituts Tschechien, 2022 Writer in Residence, Franz-Edelmaier-Residenz für Literatur und Menschenrechte, Meran.

Liedtke ist Bundesfachbeirätin für Literatur der GEDOK und Mitglied im Verband Deutscher Schriftsellerinnen und Schriftsteller. Sie war Gründungsmitglied der Lokalen Agenda 21 in Bochum und engagiert sich für eine ökologisch nachhaltige Gesellschaftsentwicklung.

Eine Veranstaltung von:

Bürgerverein Eckbusch-Katernberg, Ideenschmiede Katernberg

Katernberger Vereinshaus

In den Birken 56

42113 Wuppertal


logo2    3. März 2023: Buchvorstellung: Wir sprechen vom Wasser

Der GEDOK Bundesverband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e. V. hat unter dem Titel „Wir sprechen vom Wasser“ seine erste bundesweit ausgeschriebene Anthologie herausgegeben, erschienen im Projektverlag auf 207 Seiten. 47 Autorinnen verschiedener Generationen und Regionen nähern sich darin einem „lebenswichtigen“ Thema, darunter auch sieben Autorinnen der GEDOK Wuppertal.

Die Autorinnen des bundesweit in 23 Regionalgruppen vernetzten Verbandes wurden durch Arbeitsstipendien der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf gefördert. Initiatorinnen des Projektes waren die Lyrikerin Marion Hinz und die Romanautorin Anja Liedtke (GEDOK Wuppertal) in Zusammenarbeit mit der Literaturwissenschaftlerin Dr. Christine Hummel von der Universität Wuppertal. 

Vor dem Hintergrund unterschiedlich geprägter Biografien und einer im deutschen Sprachraum in dieser Form erstmaligen Bandbreite unterschiedlicher Perspektiven behandelt der Band diverse Facetten des Elementes Wasser und seine widersprüchlichen existenziellen Auswirkungen zwischen Heilkraft und Zerstörung.

Von Gedichten über Essays bis hin zu einer Kriminalgeschichte öffnet sich ein weit gefächertes Spektrum der literarischen Genres, so auch aus den Reihen der Wuppertaler GEDOK: Angelika Zöller und Marlies Blauth schaffen lyrische Bilder aus ungewohnten Perspektiven. Julia Hoch kreiert in poetischen Sprachbildern eine abstrakte Schöpfungsgeschichte. Jutta Höfel behandelt prosaisch die zerstörerische Juliflut 2021 in Nebenbächen der Wupper und Anja Liedtke beobachtet die Natur an der Ruhr. Während Marina Jenkner die Undine aus Ihrem Roman „Blaue Ufer“ ohne Schwimmbad dastehen lässt, begleitet in Marianne Ullmanns Erzählung ein Hund seinen Herrn in die Einsamkeit Finnlands.

Die auch grafisch ansprechend gestaltete Anthologie ist zum Preis von 18,50 Euro im Buchhandel erhältlich und trägt die ISBN-Nr. 978-3-89733-575-2.

Dr. Christine Hummel moderiert die Lesung. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

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